Das Land der Vulkane

Eigentlich ist Ecuador ein Land von vier völlig verschiedenen Welten: Denn Galapagos - wo einst Charles Darwin weilte -, die Anden, der Amazonas und der Pazifik sind so verschieden voneinander, wie es nur irgend geht. Wer die Panamericana, jenes Schnellstraßensystem, welches Alaska mit Feuerland verbindet, durch Ecuador befährt, kann rechts und links der Strecke unzählige Vulkane sehen, zu denen die Einheimischen fast immer auch eine Geschichte kennen: Liegt auf dem Gipfel des weiblichen Vulkanes Cotacachi Schnee, dann habe der benachbarte männliche Vulkan Taita Imbabura sie in der Nacht zuvor bestiegen, erzählen die Reiseführer. Wer nicht fließend selber Spanisch spricht, sollte sich in Ecuador den Luxus eines Führers gönnen, da er sonst nur einen kleinen Teil der vielen vorhandenen Möglichkeiten und Geschichten entdecken kann.

Das Land am Äquator

Ecuador heißt nichts anderes, als Land am Äquator. Zwischen Peru und Kolumbien gelegen, ist Ecuador zwar das kleinste Land in den Anden Südamerikas, trotzdem durch die Vielfalt eines der attraktivsten Länder. Die Hauptstadt ist Quito, und von ihr aus führt eine Allee der Vulkane bis hinauf zum Cotopaxi-Nationalpark. Der Chimborazo ist der bekannteste und zugleich mit fast 6300 Metern der höchste Berg des Landes. Der vergletscherte Berg, dessen Schmelzwasser zur Wasserversorgung zweier Provinzen dient, war ebenfalls einmal ein Vulkan. Immer wieder kommt es in Ecuador zu einem Ausbruch eines der vielen noch aktiven Vulkane, die dann Asche und Geröll, Lava und Feuer auf umliegende Ortschaften spucken. Deswegen ist es immer besser, sich ausgiebig über die Aktivitäten der Vulkane zu informieren.

Ritt auf der Vulkanstraße

Der Cotopaxi-Nationalpark bietet inmitten der Anden blauen Himmel, schneebedeckte Vulkane, Lamas und traditionelle Bauernhöfe. Benannt ist der Nationalpark nach dem höchsten aktiven Vulkan der Welt, dem knapp 6000 Meter hohen Cotopaxi. Am Rand der Schneegrenze steht eine Schutzhütte am Vulkan und wer sich dort hinauf wagt, was wegen der Höhe von über 4500 Metern nicht ganz einfach ist, wird mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Wer ein Ferienhaus in Ecuador sucht, wird schnell fündig - viele Haciendas bieten im Land gute Möglichkeiten der Übernachtung an und von hier aus lassen sich Erkundungen auch hoch zu Ross unternehmen. Man kann von Hacienda zu Hacienda reiten, ganz wie die ecuadorianischen Cowboys und das Gepäck wird einfach von Begleitfahrzeugen gefahren. So kann man unbeschwert reisen und ausgiebig grandiose Landschaften genießen.